Internationaler Heinrich-Schütz-Preis 2018

Schütz Musikpreis 2018

Internationaler
Heinrich-Schütz-Preis
des Heinrich Schütz Musikfests

Der Internationale Heinrich-Schütz-Preis wird anlässlich des Heinrich Schütz Musikfests als Ehrenpreis vergeben und würdigt herausragende künstlerische wie wissenschaftliche Leistungen in der Vermittlung und Verbreitung der Musik von Heinrich Schütz und seiner Zeit sowie herausragendes Engagement in deren Bewahrung und Förderung. Der erste Internationale Heinrich-Schütz-Preis wurde im Jahre 2018 anlässlich des 20. Jubiläums des Heinrich Schütz Musikfests an den Dirigenten Hans-Christoph Rademann vergeben.
 Der Preis wird an Persönlichkeiten, Ensembles und Institutionen verliehen, die

  • sich durch herausragende künstlerische Leistungen und Verdienste in der Interpretation der Musik Heinrich Schütz‘ und seiner Zeit auszeichnen.
  • herausragende wissenschaftliche und/oder publizistische Verdienste um Heinrich Schütz, sein Leben und sein Werk erworben haben.
  • herausragende Verdienste in der Vermittlung und Verbreitung einschließlich der Förderung des Oeuvres von Heinrich Schütz und der Musik seiner Zeit erworben haben.
  • ein künstlerisches und/oder wissenschaftliches bzw. förderndes Lebenswerk, das in enger Beziehung zur Musik des Sagittarius steht, erbracht haben.

Die Ehrenmedaille wurde von der in Berlin lebenden renommierten Bildhauerin und Medailleurin Anna Franziska Schwarzbach geschaffen. Der Heinrich-Schütz-Preis in Form einer in Silber gegossenen Medaille zeigt das Portrait des kurfürstlich-sächsischen Hofkapellmeisters samt eigenhändigem Namenszug „Henrich Schütz / Capellmeister“. Der umlaufende Schriftzug „parens nostrae musicae modernae“ benennt Schütz (1585–1672) als den „Vater unserer modernen Musik“, als den ihn bereits seine Zeitgenossen zu würdigen wussten. Auf der Rückseite der Medaille ist das Signet des Heinrich Schütz Musikfests zu sehen, welches aus einem Bassschlüssel im Autograph von Schütz‘ Osterdialog (Dialogo per la Pascua) SWV 443 entwickelt wurde.


Die Künstlerin

Anna Franziska Schwarzbach wurde 1949 im Erzgebirge geboren. Nach dem Abitur und einem Facharbeiterabschluss für Rinderzucht studierte sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Professor Selman Selmanagic (Diplom). Nach einigen Jahren der Tätigkeit als Architektin folgte ein Abendstudium in Porträtplastik an der Kunsthochschule Berlin. Seit 1977 arbeitet Anna Franziska Schwarzbach als freie Bildhauerin in Berlin.
Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist die Darstellung von Menschen, die sie in expressiver Intensität gestaltet. In besonderer Weise widmet sie sich dem Eisenguss, mit dem sie jahrzehntelange Erfahrungen sammelte und dessen Grenzen sie immer weiter auslotet. Neben Eisenfiguren und Bronzen entstanden zudem ein umfassendes druckgrafisches Werk sowie verschiedene Münzen und Medaillen.
Die Künstlerin präsentierte ihre Werke in Ausstellungen u. a. in Suhl, Berlin, Chemnitz, Magdeburg, Düsseldorf, Esch-sur-Alzette (Luxemburg); ihre Arbeiten sind u. a. in der Nationalgalerie Berlin, dem Berliner und Mannheimer Kupferstichkabinett, dem Münzkabinett des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg und im Museum Kloster „Unser Lieben Frauen“ Magdeburg zu sehen. Jüngste Beispiele ihrer zahlreichen Werke im öffentlichen Raum sind die 2017 errichtete Plastik für Marie Skłodowska-Curie für die Europäische Kommission in Brüssel oder das Lise-Meitner-Denkmal im Ehrenhof der Humboldt-Universität zu Berlin 2016.
Für ihr originelles wie komplexes, zeitbezogenes wie zeitloses Werk auf dem Gebiet der Medaillenkunst erhielt Anna Franziska Schwarzbach 2011 den Hilde-Broër-Preis der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst (DGMK) und 2016 den Deutschen Medailleurpreis. Sie ist Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst und gehört dem Künstlerkreis der Berliner Medailleure an.


Der Preisträger 2018

Hans-Christoph Rademann zählt heute zu den gefragtesten Chordirigenten und anerkanntesten Chorklangspezialisten weltweit. Er ist ein vielseitiger Künstler mit einem breiten Repertoire, der sich mit gleicher Leidenschaft der Aufführung und Wiederentdeckung Alter Musik wie der Uraufführung und Pflege Neuer Musik widmet.
Mit dem Internationalen Heinrich-Schütz-Preis würdigt das Heinrich Schütz Musikfest sein überragendes Engagement für das Werk von Heinrich Schütz, dessen klingende Bewahrung, überzeugende Interpretation und lebendige Vermittlung. Beispielhaft für dieses langjährige herausragende Wirken steht, neben unzähligen begeisternden und berührenden Konzerten in aller Welt, die einzigartige Einspielung des Gesamtwerks von Heinrich Schütz beim Carus-Verlag Stuttgart mit dem von ihm gegründeten und bis heute geleiteten Dresdner Kammerchor, die in diesem Jahr ihren Abschluss finden wird.
Der Preis wird ihm am 14. Oktober 2018 in Dresden im Rahmen des festlichen Abschlusskonzerts des Heinrich Schütz Musikfests, das der Dresdner Kammerchor unter Leitung von Hans-Christoph Rademann gestalten wird, überreicht.


Der Preisträger über die Ehrung:
„Es ist mir eine Ehre, als erster überhaupt diesen besonderen Preis in Empfang zu nehmen. Besonders freut mich, dass an der Schütz-Gesamtaufnahme zahlreiche beteiligte Solistinnen und Solisten aus der Hochschule für Musik Carl-Maria von Weber Dresden hervorgegangen sind, zu der auch der Dresdner Kammerchor eine enge Verbindung hat. Und ich freue mich, dass durch diese neu geschaffene Auszeichnung einmal mehr deutlich wird, welche enorme Bedeutung Heinrich Schütz für unsere europäische Musikgeschichte hat. Dies den Menschen zu vermitteln, ist stets der Antrieb für meine Arbeit mit Schütz‘ Musik.“

Prof. Hans-Christoph Rademann, 14. September 2018


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